Samstag, 14. März 2015

[REZENSION] 'Crazy Games: Der perfekte Tag, der in der Hölle endet' von Mirjam Mous

Buchtitel: Crazy Games: Der perfekte Tag, der in der Hölle endet
Autor: Mirjam Mous
 Erscheinungsdatum: 05. Januar 2015
Verlag:Arena Verlag GmbH
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 300
ISBN: 978-3-401-06979-1
Preis: 12.99€  (Taschenbuch)

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Inhalt


DAS IST EIN TEST.
Sie wissen immer wo du bist und was du gerade tust. Sie kennen deinen Namen, deine Adresse und vielleicht auch deine Gedanken. Sie stellen dir Aufgaben, jeden Tag eine neue. Das Schlimmste aber ist, sie haben deinen Vater. Wenn du nicht tust, was sie sagen, geht es ihm schlecht. Du bist ein Spielball in ihren Händen und niemand ist auf deiner Seite.
Ein Wettlauf gegen die Zeit.
Ein Thriller, der einem den Atem raubt.


Der erste Satz
"Der letzte Samstag im Juli versprach, fantastisch zu werden."


Und, wie ist es?

Augen auf und aufgepasst
Wenn 'Crazy Games' mit etwas besonders glänzen kann, dann auf jeden Fall mit dem äußerst aufälligen Cover. Während der Stöberei in meinem Lieblingsbuchladen ist es mir gleich ins Auge gefallen - oh, blöder Wortwitz! - und musste einfach mit, obwohl ich eigentlich jemand bin, der sich mit Thrillern jeglicher Art eher schwer tut.

Doch nicht nur das: Mirjam Mous ist für mich eigentlich gar nicht unbekannt, so wie ich im Nachhinein feststellen musste, sondern fesselte mich vor einigen Jahren mit 'Boy 7' - ein Roman, der inzwischen übrigens auch verfilmt wurde. Das kann ja eigentlich nur Gutes heißen, oder?

Eine geschlechtliche Überraschung
"Endlich!", möchte man begeistert rufen und euphorisch in die Hände klatschen, denn die Überraschung ist groß, wenn man herausfindet, dass Mirjam Mous mit ihrer Protagonistenwahl ein wenig gegen den Strom schwimmt. Denn Hauptcharakter ist nicht etwa, wie im Genre Jugendthriller üblich, eine tough-schüchterne Dame, sondern der eher durchschnittliche Elvis, mit dem ich mich gleich anfreunden konnte. Elvis ist ein cleveres Bürschchen, der mir zwar ab und an ein wenig zu viel Glück hat und manchmal sogar ein wenig zu erwachsen und abgeklärt handelt, dem ich aber jedoch sonst gerne gefolgt bin.

Mit dabei sind außerdem seine typisch jugendhafte fast-Freundin Talisha, die mich stellenweise leider ein wenig genervt hat, so wie eine ganze Reihe an bunten Nebencharakteren, die den Jungen in seinem Tun unterstützen - oder vielleicht doch eher Böses im Sinn haben...

Oh, well... No.
Wie auch in 'Boy 7', so ist der Schreibstil der Autorin äußerst locker-flockig, sodass 'Crazy Games' schnell für mich zum Pageturner wurde, den ich innerhalb eines Tages verschlang. Allerdings gibt es ein 'aber', und das ist nicht gerade klein: Diese nervigen englischen Einlagen zwischendurch. Immer wieder lässt Elvis den ein oder anderen Gedanken auf Englisch fallen, der zwar anfänglich ganz lustig und erfrischend ist, irgendwann aber auch ein wenig nervt - auf Dauer ist dieses Stilmittel einfach zu aufgesetzt.

Dies ist, im Anbetracht der Handlung an sich, jedoch kein Beinbruch. Mirjam Mous' führt den Leser rasch durch die Geschichte, hält sich dabei nicht an unnötigen Kleinigkeiten auf und schafft es dennoch einen großen Spannungsbogen aufzubauen, der einen fiebern und bangen lässt.

Fazit

'Crazy Games' macht Spaß. Wer keine Lust auf splatterige Thriller mit Hackmesserkiller und nichts gegen einen jungen Protagonisten hat, der ist mit diesem Roman bestens bedient. Ein rascher Genuss für zwischendurch, der jedoch lange anhält.

 

Vier von fünf Herzen, die höher schlagen!

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